Gluon v2016.2.6

Die Version v2.16.2.6 der Firmware ist schon etwas länger in Betrieb. Dabei habe ich vergessen, die Images auch auf dem Image-Server hoch zu laden.

Diese Version wird benötigt, um später per sysupgrade oder autoupdater auf die Version v2017.x.y zu migrieren.

Leider waren die Erfahrungsberichte der anderer Freifunker im Rhein_Sieg_Kreis nicht so erfreulich, dass ich im Moment einen Umstieg wagen möchte. Der Umstieg von OpenWRT zu Lede ist nicht trivial und die Nachteile überwiegen zur Zeit noch deutlich.

Flyer

Unser erster Flyer ist fertig. Vom ersten Entwurf bis zur gedruckten Version vergingen über 14 Monate. Unser Ziel war Freifunk möglichst ohne Fach-Chinesisch zu erklären, um IT-ferne Leser zu erreichen. Auf zwei DIN-A4 Seiten beschreiben wir kurz, knapp und leicht verständlich den Weg zum Freifunker. Die häufigsten Fragen beantworten wir so gut, wie es der beschränkte Platz erlaubt. Weitere Fragen beantworten wir gerne. Am nächsten verkaufsoffenen Sonntag (30. April 2017) werden wir an einem kleinen Stand über Freifunk informieren und fertige Freifunkrouter anbieten.

Der gedruckte Flyer liegt seit gestern an zahlreichen Stellen in Rheinbach aus. Wer Exemplare zum Weiterverteilen bekommen Sie bei Optik Firmenich. Es wäre schön, wenn der Flyer breit gestreut würde und weitere Rheinbacher dazu bewegen könnte, Freifunk anzubieten.

Für die geopferte Zeit und anregende Kritik bedanken wir uns herzlich bei unseren Testlesern. Für die Übernahme der Druckkosten bedanken wir uns bei Optik Firmenich.

Flyer Seite 1
Flyer Oberseite
Flyer Seite 2
Flyer Innenseite

Behindert Freifunk mich beim Surfen?

Eine häufige Frage ist, ob Freifunk mich beim Surfen behindert. Meine generelle Antwort ist: Jein.

Natürlich brauchen die Freifunk-Router Bandbreite. Aber: Die Prozessoren der kleinen, preiswerten Router können die Daten nur mit etwa 8 bis 12 MBit/s verschlüsseln. In der Regel sind es weniger. Auf einer schnellen Leitung wird man dies nicht merken. Dazu kommt, dass die Clients einen weiteren Nachteil haben: Sie müssen über die Freifunk-Server ins Internet. Dies verlängert den Weg zum Ziel und damit die Antwortzeit.

Die Antwortzeit oder Round Trip Time (RTT) habe ich mit meinem Netbook mittels 20 Pings an zwei verschiedenen Anschlüssen gemessen. Für die erste Messung hing das Netbook am privaten WLAN, für die zweite im Freifunk WLAN. (Um beim ersten Ping keine Verzögerungen durch Adressauflösungen und Routing zu erzeugen, wurde der Server jeweils vorher angepingt.)

Hier das Ergebnis:

Netzwerk RTT Anschluss
[MBit/s]
min
[ms]
avg
[ms]
max
[ms]
mdev
[ms]
Privat 1 25,1 51,4 205,8 47,4 100
Freifunk 48,9 61,1 228,1 39,6
Privat 2 16,0 17,6 24,7 2,4 16
Freifunk 35,0 48,3 148,1 31,6

Anmerkung: Einzelne Ausreißer unter 20 Pings, verursachen einen hohen Mittelwert.

In beiden Netzen verlängert sich die RTT, wenn ich über Freifunk ins Internet gehe. Dies bedeutet, dass im privaten WLAN schneller eine Antwort ankommt und die nächste Anfrage schneller gesendet werden kann. Während der Client im Freifunk noch wartet, geht es beim privaten Client bereits weiter. Damit setzt sich der Rechner im privaten WLAN gegenüber dem im Freifunk WLAN auf Dauer stärker durch. Bisher habe ich auch von keinen schlechten Erfahrungen gehört. Selbst in Ramershoven, wo eine Flüchtlingsunterkunft über eine 2 bis 3 MBit/s Leitung angebunden war, habe ich keine Klagen des Anschlussinhabers gehört. Und die Router laufen immer noch.

Mit den Rechner direkt an die Super-Nodes?

Mein Desktop im Arbeitszimmer besitzt eine zusätzliche Wireless-LAN-Karte, um ihn ins Freifunk-Netz zu bringen. Damit kann ich über das Freifunk-Netz auf die Statusseiten der Router zugreifen. Auch der Zugriff über die Shell geht per SSH. Bisher ging dies nur mit Netbook, Smartphone, Tablet oder meinen Raspery PI als Router. Nur, was mache ich, wenn unterwegs kein Freifunk zur Hand ist?

MR3020 als mobiler Freifunk Hotspot
Die bisherige Lösung war: Einen „mobilen“ Router über Smartphone und USB-Tethering oder USB-Surfstick anschließen. Dann konnten Netbook oder Tablet ins Freifunk-Netz. Das Datenvolumen ist bei dieser Lösung sehr schnell aufgebraucht. Gäste, die sich über ein offenes WLAN freuen, saugen gerne mit am Datenvolumen. Sie finden sich binnen weniger Minuten, ja Sekunden. Wenn möglich würde ich deshalb in Hotels oder Cafés gerne ein offenes WLAN nutzen, wenn es schon keinen Freifunk gibt.
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B.A.T.M.A.N.

Nachdem gestern Abend mein Linux sich mehr oder weniger verabschiedet hat, musste ich den Rechner heute neu installieren. Die root-Partition hat mein Jonglieren mit zwei Sticks wohl nicht vertragen. Sie behauptete, es gäbe keinen Platz mehr. Vielleicht hätte ich den Rechner auch wieder so flott bekommen, aber ich war zu faul den Fehler zu suchen. Die Neuinstallation war sicher schnelle und stand eigentlich schon länger auf dem Programm.

Bei der Konfiguration fiel mir auf, dass ich die Einbindung des Rechners ins Freifunk-Netz gar nicht im Wiki beschrieben habe. Zum Glück habe ich die alten Aufzeichnungen noch auf der Festplatte gefunden. MUnter B.A.T.M.A.N. findet sich jetzt ein Script, dass dies fast in einem Rutsch erledigt. Nur die Konfiguration des fastd muss ich noch ergänzen. Am Ende ist der eigene Rechner über den fastd-Tunnel mit dem Freifunknetz verbunden.

Weilerfeld

Neue Router im Weilerfeld
Im Weilerfeld gibt es neue Router
Im Weilerfeld sind wir jetzt zu zweit. Wir würden uns freuen, wenn weitere Weilerfelder beim Freifunken mitmachen. Zur Zeit habe ich fünf fertige Router TP-LINK TL-WR841N-v11.1 (je 16€) hier stehen, die ich vor zwei Wochen auf Vorrat gekauft und installiert habe, um Lieferkosten zu sparen. Wer Interesse hat und nur eien Router aufstellen will – Netzwerkkabel an den DSL-Router und Netzteil in die Steckdose – darf sich gerne bei mir melden. Gilt natürlich auch für Nicht-Weilerfelder.

BTW: Falls der eigene Anschlussanbieter streikt, geht es dann vielleicht noch über die Nachbarn.

Firmware

Letztes Wochenende habe ich wieder eine neu Firmware erstellt. Diese sollte nun auf fast allen Routern installiert sein, soweit sie diese Woche einmal lange genug online waren und schon auf eine automatische Aktualisierung umgestellt sind. Zu beachten ist, dass die Firmware freifunk-rhein-sieg.de keine automatische Aktualisierung vornimmt, weil die Konfiguration zwei gültige Signaturen erwartet, aber nur eine Signatur definiert ist. Wer also die Firmware für Rheinbach der Freifunker Rhein-Sieg nutzt, muss seine Router manuell aktualisieren.

Am Getreidespeicher

gibt es jetzt drei weitere Router. Zwei Router haben sich die Bewohner gekauft, der dritte stammt aus einer Spende. Damit ist der Empfang von Freifunk sowohl im Haus 21, als auch Haus 23 deutlich besser. Was mir etwas Sorgen bereitet ist der Neubau neben an; der liegt leider ziemlich genau auf der Verbindung zum Router von Immobilien Brunner. Derzeit ist die Verbindung zwischen den Routern ganz brauchbar, aber es könnte sich deutlich verschlechtern, wenn das Haus fertig ist.

Aber: Erstmal abwarten und Tee trinken.

Informationen über die Router

Heute wurde mir die Frage gestellt, ob es eine stets aktuelle Datei gibt, in der alle Nodes des Netzes aufgeführt sind.

Ja, gibt es. Diese Datei nennt sich nodes.json und liegt auf dem Map-Server. Sie ist dort etwas versteckt unter
https://map.freifunk-rhein-sieg.de/data/mv/nodes.json zu finden. Diese Unterverzeichnisse auf dem Map-Server sind leider nicht indiziert und ein Aufruf der Verzeichnisse liefert den Fehler 404.

Wer ein paar Beispiele braucht, wie diese Datei in JavaScript eingebunden werden kann, der schaue mal in meinem Wiki nach.